American Express Kreditkarte als Trader: Warum sich die Amex Platinum für mich lohnt
Februar 2026 – Felix Hövelborn · 9 Min Lesezeit
Es gibt Themen, über die ich als Trader normalerweise nicht so viel nachdenke – und eine Kreditkarte gehört definitiv dazu. Trotzdem werde ich regelmäßig gefragt, welche Kreditkarte ich nutze und ob ich eine empfehlen kann. Meine Antwort ist seit einigen Jahren die gleiche: die American Express Platinum Card*. In diesem Artikel erkläre ich dir, warum ich mich als Trader und Unternehmer für diese Karte entschieden habe, was mir daran gefällt und wo ich ehrlich sage, dass es nicht für jeden das Richtige ist.
Warum überhaupt eine Premium-Kreditkarte?
Als Trader bist du es gewohnt, Kosten-Nutzen-Analysen zu machen. Und genau so bin ich auch an das Thema Kreditkarte herangegangen. Die Amex Platinum kostet 720 Euro im Jahr – das sind 60 Euro im Monat. Auf den ersten Blick klingt das nach viel Geld für ein Stück Plastik (beziehungsweise Metall). Aber wenn du dir anschaust, was du dafür bekommst, und das gegen deinen tatsächlichen Alltag rechnest, sieht die Rechnung anders aus.
Egal ob du nebenberuflich tradest oder wie ich mit einem eigenen Unternehmen vollberuflich im Trading-Bereich unterwegs bist – du gibst ohnehin regelmäßig Geld aus: für Reisen, Software-Abos, Equipment, Tanken und den täglichen Einkauf. Die Frage ist also nicht, ob du Geld ausgibst, sondern ob du dabei etwas zurückbekommst. Und genau hier kommt die Amex Platinum ins Spiel.
Lounge-Zugang an Flughäfen: Mein persönliches Highlight
Wenn ich ehrlich bin, war der Lounge-Zugang der ursprüngliche Grund, warum ich die Karte überhaupt in Betracht gezogen habe. Mit der Amex Platinum bekommst du Zugang zur sogenannten Global Lounge Collection – das sind über 1.550 Lounges weltweit. Darin enthalten ist unter anderem eine vollwertige Priority Pass Mitgliedschaft auf Prestige Level, die allein schon einen Wert von rund 459 Euro pro Jahr hat.
Was bedeutet das konkret? Wenn du am Flughafen bist, kannst du statt in überfüllten Gate-Bereichen zu sitzen, in eine ruhige Lounge gehen. Dort gibt es in der Regel kostenloses Essen, Getränke, WLAN und bequeme Sitzgelegenheiten. Gerade wenn du viel reist – sei es zu Trading-Events, Konferenzen oder einfach, weil du als Trader die Flexibilität hast, von überall zu arbeiten – ist das ein enormer Komfortgewinn.
An den großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin und Hamburg hast du mit der Karte Zugang zu mehreren Lounges. Und international wird die Auswahl natürlich noch größer. Ich nutze die Lounges regelmäßig und für mich allein hat sich die Karte damit schon mehrfach gelohnt.
Ein kleiner Tipp am Rande: In den Centurion Lounges von Amex, die es bisher in Europa nur in London-Heathrow und Stockholm gibt, kannst du sogar bis zu zwei Gäste kostenlos mitnehmen. Auch in vielen anderen Lounges ist mindestens ein Gast inklusive.
Akzeptanz in Deutschland: Besser als ihr Ruf
Ein häufiges Argument gegen American Express ist die angeblich schlechte Akzeptanz in Deutschland. Das stimmt so allerdings nicht mehr. In den letzten Jahren hat sich hier extrem viel getan. Aktuell akzeptieren rund 72 Prozent aller Händler, die überhaupt Kreditkarten annehmen, auch American Express. In Großstädten liegt die Quote sogar bei knapp 78 Prozent, und online sind es über 85 Prozent.
Konkret bedeutet das: Du kannst mit deiner Amex bei Aldi, Lidl, Rewe, Netto, Penny und den meisten anderen Supermarktketten bezahlen. Auch an Tankstellen wie Aral, Shell, BP, Esso, Jet und Total wird Amex akzeptiert. Drogeriemärkte wie dm, Elektronikhändler wie Media Markt und Saturn, und natürlich die großen Online-Shops wie Amazon oder Zalando – überall kein Problem.
Ich nutze meine Amex im Alltag für so gut wie alles: Tanken, Einkaufen, Online-Bestellungen. Im Grunde überall dort, wo ich ohnehin Geld ausgebe. Und jeder Euro, den ich über die Karte zahle, bringt mir Membership Rewards Punkte, die ich später einlösen kann.
Natürlich gibt es Ausnahmen. Der kleine Bäcker um die Ecke oder manche Restaurants akzeptieren vielleicht nur Visa oder Mastercard. Für diese Fälle habe ich einfach eine kostenlose Zweitkarte dabei. Aber im täglichen Leben komme ich zu etwa 90 Prozent mit der Amex durch.
Die Business Platinum: Mein Tipp für Unternehmer und Selbstständige
Kurz zum Hintergrund: Ich betreibe mit der WMTechnologies GmbH ein eigenes Unternehmen rund um WirmachenTrader. Das heißt, ich bin nicht „nur" Trader, sondern auch Geschäftsführer mit allem, was dazugehört – Mitarbeiter, laufende Kosten, Geschäftsreisen. Für mich war die Business Platinum Card* deshalb die logische Wahl.
Wichtig: Nicht jeder Trader ist automatisch selbstständig. Viele von euch traden neben dem Beruf oder sind noch am Anfang ihrer Trading-Reise. Wenn du kein eigenes Gewerbe oder Unternehmen hast, ist die private Platinum Card die richtige Wahl – und die ist genauso gut. Dazu gleich mehr. Aber wenn du selbstständig bist, ein Gewerbe hast oder eine GmbH führst, dann lohnt sich ein Blick auf die Business-Variante. Die Jahresgebühr liegt hier bei 850 Euro, also etwas höher als bei der privaten Variante. Dafür bekommst du aber einiges extra.
Verlängertes Zahlungsziel
Ein riesiger Vorteil: Du hast ein verlängertes Zahlungsziel. In der Praxis bedeutet das, dass Zahlungen im Idealfall erst 58 Tage nach dem Karteneinsatz fällig werden. Als Unternehmer ist das ein echter Liquiditätsvorteil, gerade wenn du größere Investitionen in dein Trading-Setup, Software oder Equipment tätigst.
Klare Trennung von privat und geschäftlich
Mit der Business Platinum bekommst du automatisch auch eine private Platinum Plus Karte dazu – ohne zusätzliche Kosten. Das heißt, du hast eine Karte für geschäftliche Ausgaben und eine für private. Die Trennung vereinfacht die Buchhaltung enorm und dein Steuerberater wird es dir danken. Bei mir ist es so, dass die Business-Karte für alles rund um WirmachenTrader genutzt wird – Software-Lizenzen, Reisen, Equipment – und die private Karte für den Rest. Sauber getrennt, ohne Aufwand.
Zusatzkarten für dein Team
Falls du ein kleines Team hast oder mit anderen zusammenarbeitest: Du bekommst bis zu 99 Business Gold Zusatzkarten für Mitarbeiter. Für Solo-Selbstständige ist das vielleicht weniger relevant, aber sobald du Mitarbeiter oder Freelancer hast, die im Auftrag deines Unternehmens Ausgaben tätigen, ist das extrem praktisch.
Kein festes Limit
Die Business Platinum hat kein voreingestelltes Ausgabenlimit. Stattdessen wird jede Transaktion individuell geprüft. Wenn du also mal eine größere Anschaffung tätigen musst – etwa ein neues Multi-Monitor-Setup oder eine Reise zu einem Trading-Event in den USA – bist du nicht durch ein willkürliches Kartenlimit eingeschränkt.
Auch privat kann sich die Gebühr bezahlt machen
Jetzt denkst du vielleicht: „Das klingt alles nach Business. Aber was, wenn ich kein Unternehmen habe und die Karte rein privat nutzen möchte?" Gute Frage – und meine ehrliche Antwort: Auch dann kann ich die Amex Platinum empfehlen, wenn du die Vorteile aktiv nutzt.
Die meisten Trader, die ich kenne, reisen gerne, sind digital unterwegs und geben im Alltag ohnehin Geld mit Karte aus. Und genau für dieses Profil ist die private Platinum Card wie gemacht. Lass uns mal eine einfache Rechnung aufmachen. Die Karte kostet 720 Euro im Jahr. Dem gegenüber stehen Guthaben im Gesamtwert von 650 Euro, die dir direkt nach Kartenerhalt zur Verfügung stehen:
- 200 Euro Online-Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels oder Mietwagen
- 150 Euro Restaurantguthaben bei ausgewählten Partnern
- 200 Euro SIXT ride Guthaben in Form von acht Gutscheinen à 25 Euro
- 100 Euro Shoppingguthaben pro Jahr
Allein diese Guthaben decken die Jahresgebühr schon fast komplett ab. Und dann kommen noch die Leistungen obendrauf, die keinen direkten Euro-Wert als Guthaben haben, aber richtig ins Gewicht fallen:
- Priority Pass Mitgliedschaft für dich und einen Zusatzkarteninhaber – jeweils inklusive einem Gast. Der Priority Pass allein hat einen Wert von rund 459 Euro pro Jahr
- Kostenlose Partnerkarte (Platinum) sowie vier Gold Cards für Familie oder Freunde
- Kostenlose Statuslevel bei Hilton, Marriott, Radisson, Meliá, SIXT, Avis und Hertz – ohne dass du dir den Status erst erarbeiten musst
- Bis zu 200 Euro Rabatt bei Condor Flugbuchungen plus Priority-Vorteile
- Umfangreiche Reiseversicherungen: Reiserücktritt, Auslandsreisekrankenversicherung, Reisegepäck und mehr
- Amex Offers mit regelmäßigen Deals und Rabatten bei verschiedenen Partnern
- Membership Rewards Punkte bei jedem Einkauf
Wenn du das alles zusammenrechnest, kommst du auf einen Gegenwert, der die 720 Euro deutlich übersteigt. Natürlich musst du die Vorteile auch tatsächlich nutzen – das ist der entscheidende Punkt. Wenn du nie fliegst, nie im Restaurant essen gehst und nie mit SIXT fährst, dann bringt dir das beste Guthaben nichts. Aber mal ehrlich: Wie viele von uns Tradern gehen nie essen und reisen nie? Eben.
Was mich persönlich überzeugt hat: Ich hätte einige dieser Leistungen ohnehin separat bezahlt. Die Reiseversicherungen allein kosten bei einem guten Anbieter schnell 100 bis 200 Euro im Jahr. Einen Priority Pass als eigenständiges Produkt zu kaufen, wären nochmal 459 Euro. Die Hotelstatuslevels muss man sich normalerweise durch dutzende Übernachtungen erarbeiten – hier bekommt man sie geschenkt. All das zusammen macht die Karte für mich auch rein privat zu einer lohnenden Sache.
Membership Rewards: Punkte, die sich lohnen
Jeder Euro, den du mit der Amex ausgibst, bringt dir Membership Rewards Punkte. Diese Punkte kannst du für Flüge, Hotels, Upgrades oder auch direkt als Cashback einlösen. Das Punktesystem ist eines der flexibelsten auf dem Markt und bietet viele Transferpartner, darunter Airlines und Hotelketten.
Besonders für Vielreisende kann das System richtig wertvoll werden. Wer clever sammelt und einlöst, bekommt teilweise einen Gegenwert von über 1 Cent pro Punkt – das klingt wenig, summiert sich aber schnell, wenn du die Karte als dein Hauptzahlungsmittel nutzt.
Mein ehrliches Fazit
Ich bin kein Kreditkarten-Blogger und möchte dir hier keine Hochglanz-Werbung für Amex machen. Aber ich werde regelmäßig gefragt, welche Karte ich nutze, und die Antwort ist eben die Amex Platinum (in der Business-Variante). Für mich als Trader und Unternehmer ergibt das Paket einfach Sinn: Ich bekomme Lounge-Zugang, sammle bei jedem Einkauf Punkte, habe meine Buchhaltung sauber getrennt und profitiere von einem verlängerten Zahlungsziel.
Lohnt sich die Karte für jeden? Nein. Wenn du kaum reist, wenig mit Karte zahlst und die Zusatzleistungen nicht nutzt, ist die Jahresgebühr natürlich rausgeworfenes Geld. Aber wenn du wie ich regelmäßig unterwegs bist, sowieso viel mit Karte zahlst und die Vorteile aktiv nutzt, ist die Amex Platinum eine der wenigen Premium-Karten, bei denen die Rechnung tatsächlich aufgeht.
Falls du die Karte ausprobieren möchtest: Aktuell gibt es besonders attraktive Willkommensaktionen. Über meinen Link bekommst du als neuer Karteninhaber 85.000 Membership Rewards Punkte für die private Platinum Card* (bei 10.000 Euro Mindestumsatz in den ersten 6 Monaten). Für die Business Platinum Card* sind es sogar 200.000 Punkte (bei 15.000 Euro Mindestumsatz in den ersten 6 Monaten). Das sind jeweils die höchsten Boni, die es aktuell gibt – und allein die Punkte haben einen enormen Gegenwert.
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Felix Hövelborn
Gründer von WirmachenTrader. Handelt seit über 14 Jahren. Experte für US-Aktien.