Deep Dive Data: Was uns die Analyse der Gap Up Zahlen verrät

15. März 2023 (Vor 11 Monaten)

Unser WMT Framework beschränkt sich nicht nur auf eine einzige Variable am Markt, sondern kombiniert alle verfügbaren Informationen zu einem vollkommenen Gesamtbild. Im Wesentlichen gibt es fünf Variablen, die für diesen unzensierten Blick wichtig sind:

  1. Preis,
  2. Zeit,
  3. Volumen,
  4. News und
  5. Fundamentales.

Dabei steht der Preis nicht umsonst an erster Stelle. Denn der Preis ist der wichtigste Punkt bei der Betrachtung dieser fünf Variablen:

  • Wenn du bei TradingView bist, um dir Aktien anzuschauen,
  • wenn im Fernsehen über Aktien berichtet wird oder
  • wenn du den Wirtschaftsteil der Zeitung aufschlägst,

dort findest du fast immer ausschließlich Informationen zum Preis. Und das in Form einer relativen Angabe. Da liest du dann, dass zum Beispiel Apple +3% gewonnen oder AMD -5% verloren hat. Diese Angaben sind Informationen zum Preis. Ich würde fast so weit gehen und behaupten, dass im Fernsehen oder in der Zeitung noch nie eine Information zum Volumen genannt wurde, weil diese für die meisten überhaupt keine Relevanz hat.

Das soll natürlich nicht heißen, dass das Volumen unwichtig ist. Ganz und gar nicht. Es soll nur heißen, dass das Volumen allein nicht ausreichend ist, um eine fundierte Prognose zur Entwicklung einer Aktie zu geben. Eine fundierte Aussage kann nur im Zusammenspiel mehrerer Faktoren eine wirkliche Signifikanz entwickeln. Je signifikanter jede einzelne Variable ist, desto besser sind die Voraussagen, die auf diesen beruhen. Daher wundert es auch nicht weiter, dass die Voraussagen umso besser sind, je besser diese Variablen im Zusammenspiel zueinander passen. Deshalb funktioniert das Gap Trading auch nachweislich so gut: Bei diesem Play treffen oft alle fünf Variablen aufeinander.

Gaps stehen im Fokus vieler Marktteilnehmer. Sie suchen täglich aktiv mit ihren Scannern und Screenern nach ihnen. Sie tun das, weil es ihnen bekannt ist, dass bei Gaps die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass die fünf Punkte mit ausreichender Signifikanz zueinanderpassen. Das ist dann auch der Grund dafür, dass Aktien, die in dieses Schema passen, an diesen Tagen ein deutlich erhöhtes Volumen aufweisen. Und dieses erhöhte Volumen, dieses deutlich gestiegene Interesse hat Gründe, was uns wiederum auf unsere fünf Punkte zurückbringt. Es handelt es sich hierbei um ein in sich geschlossenes logisches Konstrukt.

Im Vergleich zu vielen anderen Indikatoren, Mustern oder sonstigen technischen Analysen, handelt es sich bei einem Gap um einen fix definierten Vergleich zweier Zeitpunkte: dem gestrigen Schlusskurs (C1) und dem heutigen Eröffnungskurs (O). Daher stellt sich bei der Analyse des Gaps die Frage, welche Schlussfolgerungen man nun mit dieser Information ziehen kann. Was kann jetzt tendenziell passieren? Wird die Aktie mit einem positiven Gap steigen? Oder wird sie fallen? Was passiert bei einem negativen Gap? Fällt die Aktie weiter ins Bodenlose oder täuscht sie nur alle und erzielt ein neues Hoch?

Die entsprechenden möglichen Szenarien kann man natürlich jetzt ganz subjektiv entwickeln. Entweder mithilfe der Fundamentalanalyse oder der Technischen Analyse. Oder man ist schon des längeren im aktiven Trading aktiv und hat seine eigenen Erfahrungen mit dem Handel von Gaps gemacht und weiß daher, was wahrscheinlich passieren wird. Dabei besteht aber die akute Gefahr, dass die Anzahl der bisher aufgenommenen Trades viel zu klein ist, um eine belastbare Aussagekraft darzustellen.

Die bessere Möglichkeit ist eine andere. Überlasse deine Handelsentscheidung nicht dieser subjektiven Basis. Lass dich bei deiner Entscheidung von Daten unterstützen. Wenn die historische Betrachtung der Daten zeigt, dass eine Aktie in der Vergangenheit zu 80% rot geschlossen hat, wenn sie ein Gap von mindestens +3% hatte, wie würde dann deine Handelsentscheidung aussehen? Würdest du weiterhin auf dein Bauchgefühl, deine Erfahrung und deine eigenen limitieren Aufzeichnungen verlassen und dich gegen diese Datenunterstützenden Fakt stützen?

Natürlich kann es sein, dass du recht hättest und es an diesem Tag zu dem 20%-Fall kommt. Aber was ist, wenn nicht? Im Trading haben wir nie eine hundertprozentige Sicherheit. Von diesem Gedanken muss man sich verabschieden. Doch das bedeutet nicht, dass wir gewisse Szenarien nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit benennen können.

Ein Gap beispielhaft im Tageschart bei der Aktie von Apple eingezeichnet

Hier sieht man ein typisches Bild im Aktienmarkt: Ein Gap. Der in gelb eingezeichnete Bereich zeigt dir, dass der Eröffnungskurs deutlich höher lag als der Schlusskurs des vorherigen Tages

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